kleine Schritte vorwärts

Die Überschrift besagt es schon, es geht wieder vorwärts. Nach dem Termin bei dem Arzt, hab ich mich nochmal um Psychotherapie und betreutes Wohnen bemüht.

- Psychochotherapie dauert noch etwas, am 10. 11. ist das Erstgespräch

- war dann ja am 26.9. wieder bei dem Arzt in der Ambulanz. Fazit: Das Medikament bekommt mir gut, ich schlafe besser, Alkohol wird auch weniger. Der Arzt meinte, dass ich auch langfristig bei ihm bleiben kann (er ist auch Psychiater und jünger und verständiger als mein alter Psychiater) und wir dann weiter zusammen schauen. Nächster Termin ist 8. 11.

- War am 28.9. bei der Frau von der Stadt wegen des ambulant bertreuten Wohnens (ich bleibe in meiner Wohnung und kriege Unterstützung von Sozialarbeitern) und sie hat mir direkt einen Termin vermittelt zu einer Sozialarbeiterin. Beim betreuten Wohnen (BeWo) gibt es verschiedene Anbieter (Diakonie, Caritas etc.), ich habe die Klinik genommen, wo ich zuletzt war und wo auch dann der neue Arzt Zugriff drauf hat. Wollte das jetzt in einer Hand behalten und schaue dann mal. Am 6.10. kommt die Sozialarbeiterin zu mir nach Hause und dann schauen wir weiter.

Ich habe Termine und auch Hoffnung, mir wird geholfen und dafür gibt es diese Hilfsstellen ja, damit labile Leute wie ich dort Hilfe bekommen. Ich bin optimistisch und schaue nach vorn.

Liebe Grüße Charlotte

 

1 Kommentar 1.10.16 18:09, kommentieren

Neue, gute Perspektiven

Nach dem Misserfolg mit dem Vorgespräch in meiner alten Klinik, ging es mir die nächste Zeit danach verständlicher Weise ziemlich mies. Aber durch Umwege und Zufälle kam ich dann zu einer Suchtberatungsstelle. Die war für mich auchinteressant, weil mein Alkoholkonsum echt aus dem Ruder gelaufen ist.

Ich nahm all meinen Mut zusammen und saß dann dort am Dienstag Vormittag. Diese Ambulanz gehört zu dem Klinikverbund der Klinik, wo ich nach dem Suizidversuch 2015 war (ich erfasse all die Stellen und verschiedenen Kliniken auch nicht so 100%).

Der Arzt war recht jung und sehr freundlich, hat mich nach allgemeinen Dingen gefragt, als ich ihm dann sagte, dass ich letztes Jahr schon in der Klinik war, konnte er sein System aufrufen und meinen Arztbrief von damals sehen. Dann konnte er gezielt fragen und es war ein sehr fruchtbares Gespräch. Denn wir haben verschiedenen Maßnahmen zusammen besprochen:

- Ich bekomme ein leicht sedierendes, niedrig dosiertes Medikament, damit ich besser einschlafen kann, das sich auch mit meinem Antidepressivum verträgt

- Ich muss die ambulante Verhaltenstherapie in Angriff nehmen und möglichst bald beginnen

- Das ambulant betreute Wohnen würde mir helden, eine Perspektive zu schaffen. Also ambulant betreut heißt, dass ich in meiner eigenen Wohnung wohnen bleibe, aber Unterstützung bekomme von einem/R SozialarbeiterIn, der/die einmal die Woche zu mir kommt und sich kümmert, vor allem wie es mit mir beruflich weitergehen soll

Das haben wir innerhalb von 25 Minuten erreicht, der Arzt und ich. Am Montag soll ich wiederkommen, vor allem, damit er weiß, wie und ob das Medikament hilft und ob ich schon was erreicht habe in Bezug auf Psychotherapie und betreutes Wohnen.

Ich bin auf jeden Fall dran, das umzusetzen und melde mich die Tage wieder, wenn ich Rückmeldung bekomme von den beiden letztgenannten Stellen.Es geht also weiter. es geht immer weiter, es muss weiter gehen, denn aufgeben ist keine Option.

Liebe Grüße Charlotte

1 Kommentar 22.9.16 18:38, kommentieren

Klinik fail

Ich hab also all meinen Mut zusammen genommen und bin Montag Mittag zum Gespräch in die Klinik gefahren. Dort angekommen, ging ich zur Anmeldung und es hieß gleich: Wie sie haben um 13 Uhr einen Termin? Hier steht gar nichts im System. Anruf bei der Therapeutin, die nicht da war. Die Sekretärin hat sich entschuldigt, dass ich umsonst hergekommen bin. Das hat mir natürlich viel geholfen.

Seitdem bin ich einfach abgefuckt und ärgerlich: Da versucht man wieder einen Schritt Richtung Klinik und wird so blöd zurückgewiesen. Ich bin seitdem erstmal zu Hause und erhole mich von dem Rückschlag. Klar war das bestimmt nur ein Missverständnis zwischen den Sekretärinnen, aber für mich war es hart dahin zu fahren und dann war nichts. Ich gebe das mit der Klinik nicht auf, aber ich sammele erst wieder Kräfte. Telefoniere viel mit meiner Mutter und wir sehen uns nun auch 2 mal die Woche.

Liebe Grüße Charlotte

16.9.16 20:11, kommentieren

LWL Linik Nr.3?

Ich habe am Montag (12.9.) wieder ein Gespräch in meiner alten Klinik in Bochum. Nur zur Info 2008 war die Klinik noch in Dortmund, 2010 ist die Klinik nach Bochum umgezogen. War Juli-September 2008 in Dortmund, dann Februar-April 2014 in Bochum. Waren gute Aufenthalte, auch wenn ich dann ja am 28.1.2015 dachte, ich sollte aus dem Fenster springen. 4-facher Beckenbruch und Operation, auch den linken Arm hatte ich gebrochen.

Dass mein Leben nicht gut lief, ist offensichtlich. Ich hätte auch 2013 nicht meinen sexy Doktor betrügen sollen. Der Sex mit dem sexy Doktor war mies. Ich hatte danach 2 Jahre richtig aufregenden Sex. Es war echt super, aber irgendwann, also jetzt merkt man, dass Sex Liebe nicht ersetzen kann. Ich bin einsam, traurig und habe keinen Plan für mein Leben. Irgendwie ist mir gerade alles egal .Hätte ich meine Mutter nicht würde ich mich wohl aus "Versehen" von einem Auto überfahren lassen. Aber ich habe einen Termin in Bochum ausgemacht und das Gespräch ist mit meiner Einzeltherapeutin von 2014, die kennt mich und sie ist echt gut, dass sie mir weiterhilft.

Ansonsten dümpel ich bei meinen 72 kg rum und kotze die typischen 2-3 mal die Woche, manchmal auch öfter. Morgen fahre ich zu meiner Mutter zum Mittagessen.

Liebe Grüße Charlotte

 

1 Kommentar 10.9.16 21:00, kommentieren

misslungen

Ich hab es einfach verkackt, das Gespräch, mein nervöser Magen hat mich kotzen lassen. Mein ganzes Leben ist gerade misslungen, aber es gibt Hoffnung.

 Liebe Grüße Charlotte

1 Kommentar 6.9.16 22:37, kommentieren