Allein gelassen

warum habt ihr mich verlassen?Wie konntet ihr das tun?Wusstet ihr nicht,wie sehr es mir weh tun würde?Ihr habt mich verlassen,aber warum?

Brauchtet ihr ein Zeichen?Einen Beweis,dass ich euch liebe?Wolltet ihr mich auf die Probe stellen?Und wenn ja,habe ich sie bestanden?

Wolltet ihr gehen oder musstet ihr?Hat Gott euch gegen euren Willen geholt oder wolltet ihr geholt werden?Es nicht zu wissen,tut am meisten weh.

Was habt ihr gedacht,als ihr auf den Baum zurastet?Habt ihr nur ein kleines bisschen an mich gedacht oder war der Tod euer einziger Gedanke?

Habt ihr gekämpft?Habt ihr das Unmögliche versucht?Wart ihr zu schwach,um zu kämpfen oder etwa zu stark?

So viele Fragen,die offen bleiben.So viele Augenblicke,die ich ohne euch erleben muss.Nie wirst du Tante werden und du nie Opa.

Ich bin allein gelassen,aber doch nicht ganz allein,denn ihr seid ein Teil von mir und selbst der Tod kann das nicht ändern.

Und so lebe ich und das einzige was dem Schmerz Linderung verschafft,ist die Hoffnung,dass wir uns wiedersehen und dann wird uns niemals wieder jemand trennen.

13. Dezember 2004    (18 Jahre)

das Gedicht ist meinem Vater und meiner Schwester gewidmet,die bei einem Autounfall zu Tode gekommem sin.Sie waren schon über ein Jahr tot,als ich das Gedicht geschrieben habe und bis heut frage ich mich,ob ihr Tod irgendeinen Sinn hatte.Ich vermisse die beiden so sehr.