zurück im Alltag mit einem guten Gefühl

Hallo ihr Lieben! Entschuldigt, dass ich mich gestern Abend nicht mehr gemeldet hab, aber der Tag ist dank Bahnstreik sehr lang gewesen (hab am Morgen 2 Stunden in der Kälte am Bahnhof gesessen und auf einen Zug gewartet)-aber ich hab mich davon nicht unterkriegen lassen und bin trotzdem zum beruflichen Training gefahren und hab das Beste aus dem Tag gemacht. Das ist übrigens ein gutes Zeichen im Bezug auf meine Psyche: Ich komme mit dem Pendeln gut zurecht. In den schlimmen Phasen der Depression fiel es mir unheimlich schwer, mich aufzuraffen, allein diese 1,5 Stunden Fahrt zur Unistadt jeden Morgen. Da das berufliche Training ja zufälligerweise in meiner alten Unistadt ist, sind es auch jetzt wieder jeden Tag 3 Stunden, die ich in Zügen&Co. verbringe, aber ich kriege das ganz gut hin und das macht mir Mut für meine (berufliche Zukunft), dass ich meine Motivation dennoch hochhalten kann, auch wenn die Rahmenbedingungen nicht die einfachsten sind.

Das lange Wochenende mit meinem Freund war wunderschön. Wir haben gar nicht viel unternommen, sondern einfach die Zeit zusammen in vollen Zügen genossen. Wir hatten uns 2 Monate nicht gesehen, weil ich in den ersten 6 Wochen des beruflichen Trainings noch keinen Urlaub nehmen konnte. Von daher war die Wiedersehensfreude groß, wir hatten einander viel zu erzählen und die Nähe des anderen zu spüren, das hat einfach nur gut getan. Vom 22.12. bis 1.1. werde ich wieder bei ihm sein und ich freue mich jetzt schon, dass wir "soviel" Zeit miteinander verbringen werden über die Feiertage und auch gemeinsam ins Neue Jahr reinfeiern können.

Jetzt steht aber erstmal noch zwei Wochen Alltag auf dem Programm. Bei dem beruflichen Training steht als nächster wichtiger Punkt die Praktikumssuche an, da bin ich auch schon gespannt, wie ich mich da schlagen werde. Mit dem Gewicht tut sich gerade nichts Positives, aber um ehrlich zu sein, sind die anderen Dinge in meinem Leben derzeit einfach wichtiger. Es stört mich zwar, dass ich so fett geworden bin, aber wenn ich morgens um 6 Uhr aufstehe, um 7 Uhr aus dem Haus gehe, von 8.30-16 Uhr im beruflichen Training und um 17.30 Uhr wieder zu Hause bin, dann ist die Motivation für Sport oder besonders gesunde Ernährung (mittags esse ich immer vegetarisch in unserer Kantine) nicht mehr da. Denn es muss ja noch eingekauft, aufgeräumt und andere Alltagsdinge erledigt werden. Nach so langer Zeit ohne richtigen Job merkt man erst wieder, wie anstrengend es ist, den ganzen Tag zu arbeiten (bin jetzt bei 34 Stunden die Woche, das wird dann im nächsten Schritt auf die regulären 38,5 Stunden erhöht) und ich frage mich, wie Leute das hinkriegen, wenn sie auch noch Kinder haben. Ich hab ja "nur" meine Mara. Die braucht natürlich auch erstmal ihre Aufmerksamkeit wenn ich nach Hause komme und ich kümmere mich auch sehr gerne um die Süße, denn sie gibt so viel zurück, wenn sie zum Kuscheln auf meinen Schoß kommt oder sich beim Einschlafen an mich kuschelt. A propos, sie sollte von ihrem abendlichen Ausflug mal langsam nach Hause kommen, denn ich werde müde und muss ins Bett.

P.S. Schön, dass du einen Kommentar hinterlassen hast Schweinchen, wieder eine alte Weggefährtin, von der man sich freut, von ihr zu hören.

Liebe Grüße Charlotte

 

1 Kommentar 11.12.18 21:27, kommentieren

ab in die Hauptstadt

Hey! Ich wollte mich nur kurz noch melden bevor ich gleich los muss zu meinem Nachtbus nach Berlin. Die Bewerbungsfotos hab ich Montag Abend dann noch machen lassen, gestern Abend hatte ich ein Abendessen mit einem Bekannten, das war ganz nett. Meine Katze habe ich heute Abend zu meiner Mutter gebracht, sie war schon öfters dort und hat auch alles wiedererkannt. In meinem beruflichen Training konnte ich diese Woche noch alles abarbeiten, was ich mir vorgenommen hatte, sodass ich mit dem Gefühl nach Berlin fahren kann, alles erledigt zu haben. Daher freue ich mich auf ein paar erholsame und entspannte Tage. Ich bin Sonntag Abend zurück, aber da hole ich dann noch meine Katze wieder ab. Von daher werde ich mich wohl Montag wieder hier zurückmelden. Habt eine gute Zeit bis dahin!

Liebe Grüße Charlotte

 

1 Kommentar 5.12.18 21:29, kommentieren

Regen und Faulenzen

Das Wochenende ist nun rum und es war nicht sehr ereignisreich.

Freitag habe ich noch viel mit meinem Freund geschrieben. Ich habe nämlich nächste Woche Donnerstag/Freitag (6./7.12.) Urlaub bekommen und fahre nach Berlin, was auch endlich Zeit wird. Zuletzt haben wir uns vor 2 Monaten gesehen bevor das berufliche Training losging. Die ersten 6 Wochen durfte ich auch noch keinen Urlaub nehmen, daher sind es eben 2 Monate geworden, die wir uns nicht sehen konnten. Aber Mittwoch spätabends fahre ich micht dem Nachtbus nach Berlin und dann werden wir uns ein paar schöne Tage machen, bis ich Sonntag um 13 Uhr wieder zurück fahre. Mara lasse ich für die Tage bei meiner Mutter, die kümmert sich dann gut um meine Süßikatzi.

Ansonsten war das Wochenende echt nichts los: Es hat soviel geregnet, dass Mara zeitweise gar nicht raus wollte. Stattdessen hat sie mit mir auf dem Sofa gekuschelt, ich hab Wintersport geschaut und zwischendurch sind wir mal eingenickt. Eigentlich wollte ich am Samstag Bewerbungsfotos machen lassen, aber ich war einfach nicht motiviert, mich zu schminken, die Haare zu machen und schicke Klamotten anzuziehen. Ich bin am WE so gar nicht rausgekommen. Samstag hab ich was zu Essen bestellt, Falafeltasche und Salat, also keinen FA oder kotzen. Heute hab ich mir dann auch so Kartoffeltaschen mit Frischkäse gemacht, die ich noch im Gefrierschrank hatte.

Ich gehe dann nun auch ins Bett und freue mich, dass doch noch so viele bei myblog sind. Klar gibt es Facebook und so manches andere. Dennoch ist myblog irgendwie ein Stück zu Hause, nicht so kommerziell, nicht nur perfekte Fotos. Man kann einfach schreiben, was man wirklich denkt.

Liebe Grüße Charlotte

1 Kommentar 2.12.18 21:46, kommentieren

so old-school

Hey, ich wollte einfach danke sagen, dass es scheinbar noch Leute gibt, die mich hier nicht vergessen haben und immer wieder reingeschaut haben, ob ich was Neues geschrieben habe. Irgendwie ist das Balsam für die Seele.

Zum Einen: weil myblog in Zeiten von Instagram, Twitter und Facebook so dermaßen old-school und unmodern ist, dass ich gar nicht mehr damit gerechnet hatte, dass es hier überhaupt noch Leute gibt, die da unterwegs sind. Heutzutage ist "Blogger*in" ja schon ein eigener Beruf, wenn man die nötigen Werbeverträge hat. Davon ist myblog ja meilenweit entfernt, aber dadurch für mich auch irgendwie noch authentisch

Zum Anderen: weil ich wirklich nicht gedacht hätte, dass mein Blog nach so langer Abstinenz noch irgendwen hinterm Ofen hervor holt geschweige denn, dass Leute nach so langer Zeit trotzdem immer mal hier reingeschaut haben.

Daher einen ganz lieben Dank @mhiara und @Bekka für eure Kommentare. Die Startseite hier aufzurufen und zu sehen, dass jemand meine Beiträge kommentiert hat und dann noch so freundlich, das ist echt das letzte mit dem ich gerechnet habe, aber deswegen auch umso schöner.

Liebe Grüße Charlotte

 

 

3 Kommentare 27.11.18 22:54, kommentieren

Update

Da ich schon eine Stunde bevor der Wecker klingelt (tut er um 6 Uhr) wach war, dachte ich ich schreib mal, wie so generell die Lage ist.

Also beruflich ist es so, dass ich ja mein Studium abgebrochen hatte und letztes Jahr den Antrag auf berufliche Rehabilitation gestellt habe, damit ich dann langfristig eine Umschulung machen kann. War zur Begutachtung bei der Amtsärztin und auch beim Psychologischen Dienst bei der Agentur für Arbeit. Das Fazit: eine kaufmännische Umschulung wird grundsätzlich befürtwortet, um aber vorher nochmal die Belastbarkeit und psychische Stabilität zu überprüfen und natürlich auch wieder ins Vollzeit arbeiten "reinzukomme", wurde mir ein berufliches Training ans Herz gelegt. Im Sommer hatte ich dann ein Infogespräch in einem Trainingszentrum in meiner damaligen Unistadt (welche Ironie des Schicksals) und das Konzept hat mich angesprochen.

Das Traning geht 5 Monate, die Arbeitszeit wird kontinuierlich gesteigert, von 24 auf 30 und dann auf 38,5 Stunden die Woche. Man hat dort verschiedene Ansprechpartner, die einen unterstützen jeweils einen Berufstrainer, eine Arbeitspädagogin und einen Psychos-szialen Mitarbeiter. In den 5 Monaten macht man dann auch ein 4-6-wöchiges Praktikum in einem normalen Betrieb. Da ich ja eine kaufmännische Umschulung machen möchte bin ich im Bereich Büro eingesetzt, hab da also einen Schreibtisch in einem Großraumbüro. Mit dem Berufstrainer überarbeitet man dann seine Bewerbungsunterlagen und sucht das Praktikum, mit der Arbeitspädagogin schaue ich, was so im bisherigen Arbeitsleben passiert ist und welche Strategien für die Zukunft wichtig sind und der psycho-soziale Miarbeiter schaut eben nach den persönlichen Baustellen, die man noch so hat und die sich auf die Arbeit auswirken. Darüberhinaus gibt es verschiedene Projektgruppen in Bereich Büro, bei denen man mitarbeitet, ach ja und EDV-Training gibt es auch 3 mal die Woche. Am 16. Oktober habe ich dort angefangen und es läuft ganz gut. Nur war ich leider die letzten zwei Wochen krank geschrieben, bin auf dem Weg zum Bahnhof auf der Treppe auf Laub ausgerutscht und gestürzt und hab mir eine schmerzhafte Knieprellung zugezogen, nichts Dramatisches, aber es tat einfach echt weh und ich sollte das Knie möglichst ruhig halten. Soweit ist es aber wieder in Ordnung mit dem Knie und gestern war ich dann wieder auf der Arbeit.

Privat habe ich in Berlin meinen Freund, da war es die letzten 3,5 Jahre recht turbulent, wir hatten uns mehrfach getrennt, aber mittlerweile haben wir uns mit der Fernbeziehung ganz gut arrangiert, auch wenn wir uns nicht häufig sehen können. Ohne einander geht es eben auch nicht, wie wir in den Phasen, in denen wir getrennt waren, festgestellt haben und mittlwereile haben wir auch schon viel zusammen erlebt und brauchen einander in unserem Leben.

Und zum Schluss noch eine der Tollsten Neuigkeiten der letzten Jahre: Seit dem 22. September 2017 habe ich ein süßes Katzenmädchen, Mara heißt sie, ist ca. 4-7 Jahre alt (da sie aus dem Tierheim ist, kann man das ja nie so genau sagen). Ich hab mich sofort in sie verliebt und sie mochte mich wohl auch. Sie ist schwarz, sie geht auch raus, mag keine anderen Tiere und legt sich auch mit den anderen Katzen aus der Nachbarschaft an. Letztens hat sie richtig mit einen anderen Katze gekämpft und hatte eine Bisswunde am Ohr, die aber wieder gut verheilt ist. Sie schläft bei mir im Bett und wenn ich auf dem Sofa sitze und fernsehe, dann kommt sie gerne auf meinen Schoß, lässt sich kraulen und schläft dabei meistens ein. Sie ist wirklich das Beste Antidepressivum überhaupt und hat viel Freude in mein Leben gebracht.

Alles in allem hat mein Leben nun eine gute Richtung eingeschlagen, mit meinem Gewicht hadere ich zwar noch sehr, aber das ist ja zum Glück eine Sache, an der man arbeiten kann. So und nun auf in den Tag.

Liebe Grüße Charlotte

1 Kommentar 27.11.18 05:52, kommentieren